Pressemitteilung:

  • Velbert, 23. Juli 2013

bepro e.V.: Umbau zum Gebrauchtwaren-Kaufhaus mit einem Vollsortiment im September fertig

In der Textilaufbereitung der bepro: v. l. Kim Werner, Geschäftsführer Heiko Boekstegers und Volker Münchow MdL

In der Textilaufbereitung der bepro: v. l. Kim Werner, Geschäftsführer Heiko Boekstegers und Volker Münchow MdL

Vor schimmernden Möbeln im bepro-Kaufhaus: Volker Münchow MdL, Betriebsleiter Carsten de Vries (links) und Geschäftsführer Heiko Boekstegers
Carsten de Vries lässt (fast) nichts umkommen. Vom durchgeschwitzten Abendkleid über Kinderfahrräder zur edlen Nussbaumvitrine – alles lässt der Betriebsleiter der „bepro“ liebevoll und fachmännisch aufarbeiten und für das „Kaufhaus für Gebrauchtes“ ins rechte Licht rücken. Hier in der Dürerstraße gleich an der Haltestelle „Postamt“ erfährt man, was „aufmöbeln“ bedeutet: es schimmert auf dem Eichenholz und es riecht nach Politur. „Partner für Soziales“ benennt sich das Kaufhaus der „Beratung und Projekte Velbert e.V“ (bepro), die einst aus dem Verein für Innere Mission Velbert e.V. hervorgegangen ist. „Da klang für manche Partner zu sehr das Missionarische durch“, erklärt Heiko Boekstegers, Geschäftsführer der bepro. Die gemeinnützige Einrichtung qualifiziert und beschäftigt Erwerbslose Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel der Rückkehr in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt.

Im Untergeschoß kleidet die Mitarbeiterin Kim Werner die dicke „Olga“ mit Blusen, Hemden und anderen Kleidungsstücken. Dann bläst Olga sich mit feuchter, heißer Luft auf und die Kleidungsstücke geraten über der Kleiderpuppe in Fasson. Dieser aufwändige Textilbereich mit Reinigung und Bügelstationen ist auch Ausgangspunkt für den Umbau des Kaufhauses. Der Landtagsabgeordnete Volker Münchow (SPD) informierte sich in diesen Tagen vom Fortschritt dieser Arbeiten, die im September mit einer großen Feier abgeschlossen sein sollen. Dann wird auch „Das Schnäppchen“ - die Boutique für gebrauchte Kleidung - an der Friedrichstraße 290 in das Kaufhaus an der Dürerstraße integriert. „Wir haben dann hier ein Gebrauchtwarenkaufhaus mit einem Vollsortiment“, erklärt Boekstegers. „Aber in der Zwischenzeit geht natürlich der Verkauf in allen anderen Abteilungen unverändert weiter.“

Wichtig ist: Alle angebotenen Waren stammen entweder aus Spenden oder aus Wohnungsauflösungen

Volker Münchow interessierte sich vor allem für die Fortschritte der zum Teil vom Land mitfinanzierten Qualifizierungsprograme. Erwerbslose Erwachsene werden bei der „bepro“ als Ein-Euro-Kräfte beschäftigt, gefördert vom Jobcenter Me-aktiv. Sie werden begleitet und angeleitet von 24 fest angestellten Mitarbeitern.

Sie gestalten auch jetzt schon ein Kaufhaus, das sich sehen lassen kann. Galerien mit Fernsehgeräten und anderer Unterhaltungselektronik, der „weißen Ware“ mit Waschmaschinen und -trockner über elegant präsentierten Gläsergalerien, Bücherregalen bis hin zu den großzügig präsentierten Möbeln erschließen sich den Kunden. Hier polieren die Mitarbeiter jedes Stück Holz an den Möbeln. „Schnuppern Sie mal“, bittet Boekstegers den Landtagsabgeordneten. „Hier ist nichts muffig. Alles riecht wie neu.“