Meldung:

SPD-Fraktion des Regionalrats informierte sich über das "Freiburger Modell"
Dort erläuterte Bürgermeister Ulrich von Kirchbach den Freiburger Weg für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt. "Der Startschuss für unseren ökologischen Ansatz zur Zukunft Freiburgs erfolgte gewissermaßen vor über 20 Jahren, als die Bürger und viele Politiker erfolgreich gegen ein geplantes Atomkraftwerk protestierten. Daraus entstanden Ratsbeschlüsse, die unter anderen das Ziel hatten, regenerative Energien und umweltschonende Maßnahmen im Verkehr durchzusetzen", berichtete von Kirchbach.Der Masterplan der Stadt, der seit damals im politischen Konsens mit den Einwohnern als langfristige Strategie betrachtet wird, bildet den geistigen "Überbau" von Projekten und Maßnahmen. Beispielsweise bauten die Freiburger ihr Straßenbahnnetz aus und schufen ein einfaches sowie kostengünstiges Tarifsystem. Der Effekt: Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs stieg rasant und die Autozahlen in der Stadt sanken.
Im Bereich erneuerbarer Energien setzte Freiburg ebenfalls Akzente. So entstand beispielsweise ein ganzer Stadtteil, der Ökologie, Lebensqualität und generations-übergreifendes Wohnen verbindet. "Wir schufen den planerischen Rahmen und die Bürger verwirklichten in Eigenregie ihre Ideen", erläuterte der Bürgermeister, der betonte, dass durch die Freiburger Universität und verschiedene Institute beständig innovative Impulse in die Einzelplanungen einflößen.
"Freiburg ist sicher nicht die Blaupause für Planungen im Regierungsbezirk Düsseldorf. Aber wir können von der Stadt lernen, wie zukunftsorientierte Planungen gestaltet und durchgehalten werden. Besonders die Bürgerbeteiligung, transparente Informationen und sachliche Vorschläge bilden die Grundpfeiler, die letztlich die Entwicklung einer Stadt und Region bestimmen. Das gilt auch für den Regionalplan, an dem wir arbeiten“, so Regionalratsmitglied Volker Münchow. „Bislang haben wir in diesem Jahr mit drei Veranstaltungen versucht, das Bewusstsein für die Bedeutung des Regionalplans zu stärken", meinte Gunhild Sartingen, die versprach, die Veranstaltungsreihe fortzusetzen. Die Erfahrungen aus Freiburg ermöglichten, den Blick zu erweitern und neue Ideen umzusetzen.












